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Roringen
(mib). Mit schwerem Gerät wird derzeit an der Kirchmauer in
Roringen gearbeitet. Grund: Bereits vor anderthalb Jahren hielt
die über 570 Jahre alte Trockenmauer dem Druck des dahinterliegenden
Erdreiches nicht mehr Stand, sie stürzte ein.
Mit großen Bohrern haben Nico Warminsky und Wilfried Matthies
von der Celler Brunnenbau fünf Meter tiefe und einen halben
Meter durchmessende Löcher vor der Mauer gebohrt. Stahlträger
sind inzwischen dort eingesetzt worden, um der Mauer zukünftig
festen Halt zu geben. Die Rosdorfer Firma Ernst Rode ist damit beauftragt,
die Mauer wieder aufzubauen. Am Montag begannen die Schalarbeiten.
Nach Auskunft von Dieter Schäfer vom Amt für Bau-und Kunstpflege
Hildesheim, Außenstelle Göttingen, soll die Mauer Ende
August nach historischem Vorbild wieder aufgebaut sein.
36 000 Euro kostet die Sanierung der Mauer auf der Südseite
des Kirchhofes, komplett getragen vom Evangelischen Kirchenkreis
Göttingen. Das Amt für Agrarstruktur hatte Schäfer
zufolge eine Förderzusage wieder zurückgenommen. Daher
habe sich der Wiederaufbau der Mauer verzögert, die fehlenden
Mittel hätten nachfinanziert werden müssen, erklärt
Schäfer.
Die Ursprünge der Kirchmauer lassen sich bis ins Jahr 1433
zurückverfolgen. Die Kalksteinmauer umsäumt auf einer
Länge von 200 Metern den Kirchhof und ehemaligen Friedhof.
Sie ist 1,20 Meter hoch und etwa 90 Zentimeter dick.
Göttinger
Tageblatt 09.08.05
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