Ansichten von Roringen, das Altdorf, regional typischer Schmetterling der Dickkopffalter, Ortsansicht, St. Martins-Kirche, Wiesenschaumkraut.
  Geschichte
Wappen v. Roringen
 

Die Roringer Warte

 


Erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1162

Damals bestätigte Papst Alexander III. den Nonnen von Nikolausberg den Besitz ihres Klosters, wozu u.a. auch 4 Hufen in Roringen gehörten. Einige Jahre später, 1196, bestätigte der Mainzer Bischof dem inzwischen von Nikolausberg nach Weende verlegten Kloster ebenfalls seinen Besitz und nennt dabei erneut 4 Hufen in Roringen.
Im Jahr 1209 ist mit Johannes von Roringen erstmals ein Angehöriger einer hier ansässigen Adelsfamilie, der in den Diensten der Herren von Plesse stand, bezeugt. Über die Familie von Roringen, die mehrere Jahrhunderte in Südniedersachsen verbreitet war, weiß man wenig. Die Familie starb wohl im 15. oder 16. Jahrhundert aus.
Bis zur Zeit Ottos des Quaden, der um 1350 Herzog von Braunschweig war, ist Roringen ein herzogliches Dorf gewesen. 1380 mußte der Braunschweiger Herzog Otto die Dörfer Roringen und Omborn wegen seiner hohen Verschuldung für 250 Silbermark an die Stadt Göttingen verkaufen. Die Stadt verpachtete das Land an die Roringer Bauern und hatte bis 1582 die volle Gerichtsbarkeit über das Dorf.
In den Jahren 1466, 1485 und 1552 ist Roringen in kriegerischen Auseinandersetzungen zu großen Teilen zerstört worden. Ab 1582 wurde Roringen ein Ratsdorf. Die Wehren wurden instandgesetzt und eine Polizei wurde aufgestellt. 1848 löste die Gemeinde die Dienstverpflichtungen an die Stadt ab. Die Eigenständigkeit des Dorfes endete 1973. Seither ist Roringen ein Ortsteil der Stadt Göttingen. Im Jahr 1939 wohnten etwa 300 Menschen in Roringen. Nach Kriegsende nahm die Bevölkerung stark zu. Im Jahr 1967 betrug die Einwohnerzahl 628. Mit dem Bau der neuen Siedlungen stieg sie fast aufs Doppelte. Am 31.12.1999 wurden in Roringen 1.059 Einwohner mit 446 Haushalten gezählt. Der überwiegende Teil ist ev.-luth. Bekenntnisses. Die Kirchengemeinde ist mit der Kirchengemeinde von Herberhausen unter einem Pfarramt vereinigt, das in Roringen liegt.
Im Ortsnamen Roringen steckt die mittelniederdeutsche Bezeichnung "ror", die soviel wie Sumpfgras, Schilfrohr oder Röhricht bedeutet. Roringen heißt also "Siedlung beim Schilf".

(Margrit Rosenplänter, Ortsheimatpflegerin)
Quelle: SPD-Ortsverein Göttingen-Nordost

Die Roringer Warte
Roringer Warte

St. Martins-Kirche zu Roringen
St. Martins-Kirche

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